Zertifizierte Weiterbildung durch den deutschen Fachverband GwG e.V.

Personzentriert Arbeiten: Verändern durch Verstehen.

Neue Kursgruppe „PZB2019“: Weiterbildung Personzentrierte Beratung (2 Jahre) –  Personzentrierte/r Berater*in (3 Jahre)

Start am 11./12.Oktober 2019  –  Anmeldeschluss ist der 01.September 2019

Wie geht das genau: Wirklich zuhören? Wie funktioniert es, als Berater*in „konstruktives Verändern innerhalb einer nachhaltigen Persönlichkeitsentwicklung“ zu fördern denn praktisch? Wie fühlt es sich an, verstanden und angenommen zu werden und ganz deutlich zu erleben, wie sich plötzlich neue Wege in einem auftun? Eine beraterisches und therapeutisches Vorgehen, das die Beziehungsgestaltung als den Wirkfaktor versteht? Ja! Wissenschaftlich erwiesen, anerkannt, seit den 50er Jahren praktisch erprobt und fundiert: die Personzentrierte Haltung. Diese kann man fundiert entwickeln beziehungsweise erlernen.

Personzentrierte Beratung findet ihre Anwendung in den Feldern: psychosoziale Beratung, Familienberatung, Coaching, Karriereberatung, Supervision, Mitarbeiterführung, Pädagogische und Soziale Arbeit, in der Schule als auch im medizinischen Bereich. Sie ermöglicht es Menschen, sie selbst zu werden und die eigenen konstruktiven Potentiale nachhaltig zu entfalten, um u.a. stimmige Problemlösungen zu gestalten, oder sich im Umgang mit sich selbst und anderen sozialer und reifer zu verhalten.

Absolvent*innen der Weiterbildung sind in der Lage, eigenständig und selbstverantwortlich erwachsene Klient*innen bei der Bewältigung ihrer begrenzten Lebensprobleme (z.B. Beziehungskrisen, berufliche Entscheidungsfragen oder biographisch-bedingte Probleme) zu unterstützen. Die angehenden Personzentrierten Beraterinnen und Berater selbst wachsen innerhalb und nach der Weiterbildung zu stimmigen, selbstbewussten Persönlichkeiten heran.

Art und Inhalte der Weiterbildung

Grundsätzlich wird erlebnis-, erfahrungsorientiert und abwechslungsreich gelernt: theoretische Inputs, exemplarisches Arbeiten, Austausch und Diskussionen im Plenum, Einzel-, Paar-, Klein- und Großgruppen-Übungen und Arbeiten wechseln sich ab. Supervision, Selbsterfahrungseinheiten, kollegiale Gruppenarbeit sowie externe Lehrberatung gehören zum Curriculum.

Inhaltlich steht die Vermittlung eines fundierten Grundverständnisses hin zu Verinnerlichung des Personzentrierte Konzeptes als beraterische Grundhaltung im Vordergrund. Da es sich bei diesem Ansatz vielmehr um eine Haltung, als um einen „auswendig erlernbaren Methodenkoffer“ handelt, beinhaltet die Weiterbildung die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen, bisherigen und aktuellen Kommunikationsverhalten und zielt auf eine entsprechende Erweiterung und Professionalisierung ab. Die Teilnehmenden erweitern vor allem ihre Kenntnisse der professionellen und sensiblen (Selbst)Reflexion. Schlagworte zu Inhalten sind u.a.:  Theoretisches Konzept (Menschenbild, Persönlichkeitstheorie, Störungsverständnis, Beratungs-/Therapietheorie); hilfreiche und weniger hilfreiche Interventionen, Merkmale unterschiedlicher Beratungsfelder und -settings, Rahmenbedingungen, Bewusstsein für Qualitätsstandards und -sicherung, unterschiedliche Arbeitskontexte und Besonderheiten, Ethik, Umgang mit schwierigen/besonderen Situationen, Selbstfürsorge. Im dritten Weiterbildungsjahr erwartet die Teilnehmenden Auseinandersetzung und Erfahrungen zu: radikale Akzeptanz, Prozessorientierung, angemessene, lebendige und hilfreiche Kongruenz, Flexibilität und Intuition in Interventionen, Verinnerlichung professioneller Rahmenbedingungen für eine werte- und ethikbasierte Arbeit.

Organisatorisches

Die ersten zwei Weiterbildungsjahre sind quasi als Grundausbildung anzusehen. Mit dieser wird eine erste anerkannte Beratungsqualifikation mit der Zertifizierung „Klientenzentrierte Gesprächsführung“ erreicht. Die Weiterbildung ist auf drei Jahre angelegt, damit die Teilnehmenden mit dem fachverbandlichen Vollabschluss „Personzentrierte*r Berater*in (GwG/DGfB)“ abschließen können.

Kursleitung: Meike Braun, vereinzelt werden Gastdozent*innen (GwG) zu speziellen Themen geladen.

Gruppenformat: Die Weiterbildungsgruppe ist eine geschlossene Gruppe, was meint, dass keine neuen Teilnehmer*innen im Laufe des Kurses einsteigen können, um die wachsende Vertrautheit zu schützen.

Gruppengröße: min. 8 und max.10 Teilnehmer*innen.

Arbeitsumfang: Die gesamte Weiterbildung umfasst drei Weiterbildungsjahre mit insgesamt 685 USt. und entspricht damit den Mindeststandards der GwG e.V. und DGfB.

Termine: Die Kursblöcke finden jeweils über zwei Tage, jeweils Freitags von 9.30-17.30 Uhr sowie Samstags von 9.30-16.30Uhr in den Beratungs- und Seminarräumen auf der Treibstraße 8in 40764 Langenfeld (Rheinland) statt.

Infoabend: 11.Juli 2019, 18.30 bis 20.00Uhr. Anmeldung an mb@karrierebegleitung.de

Termine des 1.Weiterbildungsjahres (Änderungen vorbehalten bis 01.September 2019):

  • 11./12.Oktober 2019
  • 15./16.November 2019
  • 17./18.Januar 2020
  • 14./15.Februar 2020
  • 20./21.März 2020
  • 08./09.Mai 2020
  • 05./06.Juni 2020
  • 14./15.August 2020
  • 25./26.September 2020

Termine des 2.Weiterbildungsjahres (Änderungen vorbehalten):

  • 09./10.Oktober 2020
  • 20./21.November 2020
  • tba

Teilnahmevoraussetzung:

  • Lernbereitschaft und Offenheit
  • Tätigkeit in beratungsrelevanten Arbeitsfeldern und Weiterbildungsbegleitende, dokumentierfähige Beratungspraxis
  • Hochschulabschluss, min. BA in einem für die Praxis relevanten Studiengang. (Beispiel: Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften, Soziologie, Pädagogik, Heilpädagogik, Psychologie, Management, Lehramt, u.a.)
  • Personen, die keinen Hochschulabschluss haben können zugelassen werden, wenn sie  mindestens drei Jahre Berufspraxis in einem entsprechenden beraterischen Berufsumfeld sowie Fort- oder Weiterbildungserfahrungen mitbringen.
  • Kennenlerngespräch (telefonisch oder persönlich) oder Teilnahme an einem der Infoabende

Abschluss/Zertifizierung: Die Absolvent*innen erhalten Teilnahmebescheinigungen von der Vertragspartnerin „Meike Braun. Personzentrierte Bildung & Beratung“. Diese berechtigten zum Antrag eines Zertifikates und einer Mitgliedschaft in der GwG (nach Jahr 2 und 3). Eine Zertifizierung und deren Erhalt durch den Fachverband GwG e.V. setzt eine Mitgliedschaft im Verband und Teilnahme innerhalb einer kollegialen Supervisionsgruppe voraus. Der Abschluss ist zudem anerkannt vom Dachverband, der DGfB – Deutschen Gesellschaft für Beratung. Das Zertifikat ist schon jetzt an die Standards eines zu erwartenden Beratergesetzes angepasst. Zusätzlich kann das Europäische Zertifikat für Counsellors des PCE Europe beantragt werden.

Kosten: Die Teilnahmegebühr beträgt pro Weiterbildungstag mit Ausbilderin 110,- € inkl. der gesetzlichen Umsatzsteuer von derzeit 19%. Dies bedeutet:

  • Weiterbildungsjahr 1 (9x2 Tage Präsenzveranstaltung mit Kursleiterin):  1980.- €
  • Weiterbildungsjahr 2 (9x2 Tage Präsenzveranstaltung mit Kursleiterin):  1980.- €
  • Weiterbildungsjahr 3 (8x2 und 1x3 Tage Präsenzveranstaltung mit Kursleiterin):  2090.- €

Eine monatliche oder quartalsweise Ratenzahlung ist nach Vereinbarung möglich. In der Teilnahmegebühr sind Kursabgaben an den Fachverband GwG enthalten, mit derzeit 0,50€/UStunde/Person. Die Kosten für Anreise, ggf. Übernachtungskosten, Verpflegung sowie die Lehrberatung ab dem zweiten Weiterbildungsjahr kommen hinzu. Die Kosten für die Lehrberatung liegen idR bei 60€-90€/Beratungsstunde.  Die Nutzung des Bildungsschecks NRW ist möglich. Alle Kosten für die Weiterbildung können von der Steuer abgesetzt werden.

“In my early professional years I was asking the question: How can I treat, or cure, or change this person? Now I would phrase the question in this way: How can I provide a relationship which this person may use for his own personal growth?”

Carl Ransom Rogers

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