Neue Kursgruppe „PZB2019“: Weiterbildung Personzentrierte Beratung (2 Jahre) optional zum/zur „Personzentrierte Berater*in“ (3 Jahre), Start: 11./12.Oktober 2019

Personzentriert Arbeiten: Verändern durch Verstehen.

Wie geht das genau: Wirklich zuhören? Wie funktioniert es, als Berater*in „konstruktives Verändern innerhalb einer nachhaltigen Persönlichkeitsentwicklung“ zu fördern denn praktisch? Wie fühlt es sich an, verstanden und angenommen zu werden und ganz deutlich zu erleben, wie sich plötzlich neue Wege in einem auftun? Eine beraterisches und therapeutisches Vorgehen, das die Beziehungsgestaltung als den Wirkfaktor versteht? Ja! Wissenschaftlich erwiesen, anerkannt, seit den 50er Jahren praktisch erprobt und fundiert: die Personzentrierte Haltung. Diese kann man fundiert entwickeln beziehungsweise erlernen.

Personzentrierte Beratung findet ihre Anwendung in den Feldern: psychosoziale Beratung, Familienberatung, Coaching, Karriereberatung, Supervision, Mitarbeiterführung, Pädagogische und Soziale Arbeit, in der Schule als auch im medizinischen Bereich. Sie ermöglicht es Menschen, sie selbst zu werden und die eigenen konstruktiven Potentiale nachhaltig zu entfalten, um u.a. stimmige Problemlösungen zu gestalten, oder sich im Umgang mit sich selbst und anderen sozialer und reifer zu verhalten.

Absolvent*innen der Weiterbildung sind in der Lage, eigenständig und selbstverantwortlich erwachsene Klient*innen bei der Bewältigung ihrer begrenzten Lebensprobleme (z.B. Beziehungskrisen, berufliche Entscheidungsfragen oder biographisch-bedingte Probleme) zu unterstützen. Die angehenden Personzentrierten Beraterinnen und Berater selbst wachsen innerhalb und nach der Weiterbildung zu stimmigen, selbstbewussten Persönlichkeiten heran.

Aufbau der Weiterbildung bei Meike Braun

Grundsätzlich wird erlebnis- und erfahrungsorientiert gearbeitet. Es wird methodisch und didaktisch abwechslungsreich Theorie mit Praxis verbunden und so Erfahrungen und Erkenntnisse lebendig, „gut verdaubar“ und Wissensverinnerlichung somit nachhaltig gefördert.

Inhaltlich steht ersten Jahr die Einführung in das Personzentrierte Konzept als beraterische Grundhaltung im Vordergrund und da es sich bei dem Personzentrierten Verfahren vielmehr um eine Haltung, als um einen „auswendig erlernbaren Methodenkoffer“ handelt, beinhaltet die Weiterbildung die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen, bisherigen und aktuellen Kommunikationsverhalten. Die Vermittlung des Basiswissens zum Personzentrierten Ansatz, wie zum Menschenbild, der Persönlichkeitstheorie und praktischen Kommunikationsformen sind ein wesentlicher Teil des ersten Jahres. Die Begründung der autark arbeitenden kollegialen Arbeitsgruppen findet ebenfalls im ersten Jahr statt, die wesentlich und selbstverständlich für Personzentriertes Arbeiten sind.

Im zweiten Jahr wird das Wissen vertieft, ein Bewusstsein für Qualitätsstandards und unterschiedliche Arbeitskontexte und Besonderheiten geschaffen. Die Gestaltung unterschiedlicher Settings, der Rahmenbedingungen und Qualitätssicherung sind u.a. Teil davon. Die Teilnehmenden vertiefen vor allem ihre Kenntnisse der Reflexion und die Ausprägung des Personzentrierten Verständnisses und Arbeitens. Es schließt mit einer ersten Bescheinigung und bei Mitgliedschaft in der GwG auch mit dem GwG-Zertifikat „Personzentrierte Gesprächsführung“ ab.

Optional kann sodann die Weiterbildung mit dem aufbauenden dritten Jahr fortgeführt werden, sodass mit dem Abschlusszertifikat „Personzentrierte/r Berater*in GwG/DGfB)“ ein Vollabschluss der Beratungsausbildung erreicht wird. Dieser qualifiziert u.a. für eine spätere Tätigkeit als Lehrberater*in, oder für andere Weiterbildungen. Die Personzentrierten Haltung und individuelle Seinsweise werden ausgebaut. Stichworte: radikale Akzeptanz, Prozessorientierung, angemessene, lebendige und hilfreiche Kongruenz, Flexibilität und Intuition in Interventionen, Verinnerlichung professioneller Rahmenbedingungen für eine werte- und ethikbasierte Arbeit. Praxis-/Lernvertiefung im Kontext der eigenen Berufsfelder durch intensives Üben und Erfahren in Supervision mit klarem Theoriebezug und Vertiefung eines Selbst-bewusst-seins als Personzentrierte/r Berater*in.

 

Organisatorisches

Kursleitung: Meike Braun, sowie vereinzelt Gastdozent*innen zu speziellen Themen. (Keine Zusatzkosten für die TN). Die Kursleiterin, die Weiterbildung selbst und all ihre darin tätigen Dozent*innen sind zertifiziert und entspricht den Richtlinien des größten europäischen Fachverbandes für das Personzentrierte Verfahren, der GwG – Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung e.V..

Gruppenformat: Die Weiterbildungsgruppe ist eine geschlossene Gruppe, was meint, dass keine neuen Teilnehmer*innen im Laufe des Kurses einsteigen können, um die wachsende Vertrautheit zu schützen.

Die ersten zwei Weiterbildungsjahre sind quasi als Grundausbildung ansehen. Mit dieser wird eine erste anerkannte Beratungsqualifikation mit der Zertifizierung „Klientenzentrierte Gesprächsführung“ wird erreicht. Die Weiterbildung ist auf drei Jahre optional angelegt, damit die Teilnehmenden mit dem fachverbandlichen Vollabschluss „Personzentrierte*r Berater*in (GwG/DGfB)“ abschließen zu können.

Gruppengröße: min. 6 und max. 9 Plätze.

Arbeitsumfang: Die gesamte Weiterbildung umfasst drei Weiterbildungsjahre mit insgesamt 685 USt. und entspricht damit den Mindeststandards der GwG e.V. und DGfB.

Termine: Die Kursblöcke finden jeweils über zwei Tage, jeweils Freitags von 9.30-17.30 Uhr sowie Samstags von 9.30-16.30Uhr in den Beratungs- und Seminarräumen auf der Treibstraße 8in 40764 Langenfeld (Rheinland) statt.

Infoabend: 11.Juli 2019, 18.30 bis 20.00Uhr. Anmeldung an mb@karrierebegleitung.de

Termine des 1.Weiterbildungsjahres (Änderungen vorbehalten bis 30.September 2019):

  1. 11./12.Oktober 2019
  2. 15./16.November 2019
  3. 17./18.Januar 2020
  4. 14./15.Februar 2020
  5. 20./21.März 2020
  6. 08./09.Mai 2020
  7. 05./06.Juni 2020
  8. 14./15.August 2020
  9. 25./26.September 2020

 

Teilnahmevoraussetzung:

  • Lernbereitschaft und Offenheit
  • Tätigkeit in beratungsrelevanten Arbeitsfeldern und Weiterbildungsbegleitende, dokumentierfähige Beratungspraxis
  • Hochschulabschluss, min. BA in einem für die Praxis relevanten Studiengang. (Beispiel: Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften, Soziologie, Pädagogik, Heilpädagogik, Psychologie, Management, Lehramt, u.a.)
  • Personen, die keinen Hochschulabschluss haben können zugelassen werden, wenn sie  mindestens drei Jahre Berufspraxis in einem entsprechenden beraterischen Berufsumfeld sowie Fort- oder Weiterbildungserfahrungen mitbringen.
  • Kennenlerngespräch (telefonisch oder persönlich) oder Teilnahme an einem der Infoabende

 

Abschluss/Zertifizierung: Die Absolvent*innen erhalten nach jeweils Jahr 1, 2 und 3 eine Teilnahmebescheinigung von der Vertragspartnerin „Meike Braun. Personzentrierte Bildung & Beratung“. Diese berechtigten zum Antrag eines Zertifikates und einer Mitgliedschaft in der GwG (nach Jahr 2 und 3). Eine Zertifizierung und deren Erhalt durch den Fachverband GwG e.V. setzt eine Mitgliedschaft im Verband und Teilnahme innerhalb einer kollegialen Supervisionsgruppe voraus. Der Abschluss ist zudem anerkannt vom Dachverband, der DGfB – Deutschen Gesellschaft für Beratung. Das Zertifikat ist schon jetzt an die Standards eines zu erwartenden Beratergesetzes angepasst. Zusätzlich kann das Europäische Zertifikat für Counsellors des PCE Europe beantragt werden.

Kosten: Die Teilnahmegebühr beträgt pro Weiterbildungstag mit Ausbilderin 110,- € inkl. USt. Dies bedeutet:

  • Weiterbildungsjahr 1 (9x2 Tage Präsenzveranstaltung mit Kursleiterin):  1980.- € inkl. der gesetzli. USt. von 19%.
  • Weiterbildungsjahr 2 (9x2 Tage Präsenzveranstaltung mit Kursleiterin):  1980.- € inkl. der gesetzli. USt. von 19%.
  • Weiterbildungsjahr 3 (8x2 und 1x3 Tage Präsenzveranstaltung mit Kursleiterin):  2090.- € inkl. der gesetzli. USt. von 19%.

Darin enthalten sind bereits die zu entrichtenden Kursgebühren an den Fachverband GwG, die im Rahmen der Kurs-Zertifizierung entrichtet werden müssen.  Eine monatliche oder quartalsweise Zahlung ist möglich. Hinzu kommen Kosten für Anreise, ggf. Übernachtungskosten sowie die Kosten für die Lehrberatung ab dem zweiten Weiterbildungsjahr. Die verpflichtende Lehrberatung umfasst min. 15 USt in den drei Jahren und die Kosten liegen idR bei 60€-90€/(Beratungs-)stunde. Die Lehrberatung wird von anerkannten „Lehrberater*innen GwG“ durchgeführt, die nicht Teil des Dozent(inn)en-Teams sind.

Die Nutzung des Bildungsschecks NRW ist möglich. Die Kosten für die Weiterbildung können von der Steuer abgesetzt werden.

“In my early professional years I was asking the question: How can I treat, or cure, or change this person? Now I would phrase the question in this way: How can I provide a relationship which this person may use for his own personal growth?”

Carl Ransom Rogers

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